Was brauche ich fürs erste Beachvolleyball-Training? | Simon Kulzer
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Ratgeber

Was brauche ich fürs erste Beachvolleyball-Training?

2026-10-01 · 4 Min. · Simon Kulzer

Für dein erstes Beachvolleyball-Training brauchst du erstaunlich wenig: Sportkleidung, Wasser und Sonnenschutz. Ball und Spielfeld stellen wir. Alles andere kannst du dir nach und nach zulegen, wenn du merkst, dass der Sport dich packt. In diesem Artikel gebe ich dir die ehrliche Checkliste, was wirklich wichtig ist und was du getrost zu Hause lassen kannst.

Der Sand braucht keine teure Ausrüstung

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten verlangt dir Beachvolleyball keinen grossen Geldbeutel ab. Es gibt kein Pflicht-Equipment im dreistelligen Bereich, keine Spezialausrüstung, die du erst kaufen musst, bevor du überhaupt beginnen darfst. Sand ist der natürlichste Boden überhaupt. Er federt deine Bewegungen ab und macht viel aus, was in der Halle teures Schuhwerk erfordern würde. Ich trainiere seit vielen Jahren auf der FIVB World Tour und sage dir ehrlich: Das Einzige, was du wirklich investieren musst, ist Zeit und etwas Neugier.

Schuhe: barfuss oder Sandstrümpfe

Die häufigste Frage: welche Schuhe trage ich im Sand? Die ehrliche Antwort: die meisten erfahrenen Spieler trainieren und spielen barfuss. Barfuss gibt dir den besten Halt und Gefühl im Sand, das Gleichgewicht ist ungetrübt. Wenn du empfindliche Füsse hast oder Angst vor heisser oder unebener Unterlage hast, gibt es Sandstrümpfe, auch Beachsocken genannt. Diese dünnen Neoprensocken schützen die Fusssohle vor Hitze und spitzen Kanten und sind relativ günstig. Normale Sportschuhe oder gar Hallenschuhe funktionieren im Sand nicht: sie laufen voll, werden schwer und geben keinen Halt. Richtige Schuhe kaufst du erst, wenn du regelmässig auf heissen Turnieren spielst, und selbst dann sind es spezielle Beachvolleyball-Schuhe mit sehr dünner, flexibler Sohle.

Kleidung: was im Sand funktioniert

Wähle Kleidung, die Schweiß aufnimmt und dich nicht einschnürt. Viele Spieler tragen kurze Hosen oder Shorts und ein leichtes Shirt, manche nur Shorts. Wichtig ist, dass die Kleidung dich beim tiefen Baggern und beim Sprung nicht hindert. Enges, steifes Material ist ungeeignet. Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Wechselkleidung und eine Tasche für die nasse, sandige Wäsche. Du wirst dreckig, das gehört dazu. Plane deshalb um, dass du nach dem Training duschen und dich umziehen kannst.

Sonnenschutz und Wasser

Diese beiden Punkte sind ernster als jede andere Ausrüstung. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten wasserfest, und ausreichend zu trinken. Im Sand auf dem Feld mit wenig Schatten verlierst du viel Flüssigkeit, auch wenn du es nicht sofort merkst. Ich empfehle, vor dem Training bereits etwas zu trinken, nicht erst, wenn der Durst kommt. Sonnencreme vor dem Training gründlich auftragen und bei längeren Sessions erneut. Eine Mütze oder Kappe kann zusätzlichen Schutz für Kopf und Gesicht bieten, wenn du empfindlich bist. Eine Sonnenbrille mit Band ist Geschmackssache, viele Profis verzichten darauf, weil sie bei Sprüngen stören kann.

Was du wirklich brauchst: Neugier

Alles andere ergibt sich. Du musst keinen eigenen Ball mitbringen, wir stellen qualitativ hochwertige Bälle zur Verfügung. Du brauchst keinen eigenen Platz, kein Netz, keine Linien. Was du mitbringen solltest, ist die Bereitschaft, dich auf den Sand einzulassen und ein paar neue Bewegungen zu lernen. Die ersten Versuche werden ungewohnt sein, der Sand fühlt sich anders an als jeder andere Boden. Genau das macht den Reiz aus. Mit ein paar Trainingseinheiten gewöhnt sich dein Körper an die Belastung, und du wirst spüren, wie vieles leichter wird.

Keine Ausrüstung dabei?

Kein Problem. Bei allen meinen Formaten kannst du erst einmal ausprobieren, ohne etwas kaufen zu müssen. Im Beachvolleyball-Afterwork in München, jeden Mittwoch um 17:00 Uhr am ZHS, kannst du für 25 € reinschnuppern. In Zürich biete ich Basics-Workshops für CHF 45 an. Beide Formate funktionieren ohne Anmeldung mit Partner, und die Gruppen sind bewusst klein gehalten, maximal 8 bis 10 Spieler pro Gruppe.

Melde dich einfach an, bring Sportkleidung und Sonnencreme mit, und starte los. Wenn du merkst, dass du hängen bleibst, kannst du dir nach und nach das volle Equipment zulegen: erst Sandstrümpfe, dann vielleicht ein eigenes Handtuch für den Wechselbereich und eine separate Trainingshose. Die schönste Ausrüstung bringst du bereits mit: Motivation und Lust am Ausprobieren. Alles andere kommt mit der Zeit und mit den Trainings selbst.

Lesen ersetzt kein Training. Im Workshop in Zürich oder im Afterwork in München übst du das direkt am Court: keine Vorkenntnisse nötig.